Pfarrverband Johanniskirchen

Allgemeines zum Kirchenpatrozinium

Wenngleich Kirchen immer Gott geweiht sind und Häuser Gottes, erhielten sie seit dem 4. Jahrhundert zusätzlich den Namen eines Heiligen. Diese Namensgebung (lateinisch: Patrozinium) stellte die lokale Gemeinde und ihre Kirche unter den Schutz dieses Heiligen. Am Gedenktag des Heiligen wird in der Kirche das Patronatsfest oder Patrozinium gefeiert.

 

Das Patronat von Kirche und Pfarrei Roßbach ist Mariä Verkündigung.

Wir feiern das Hochfest am 25. März.

 

Die katholische Kirche begeht seit 1969 den 25. März als Hochfest. Wenn er in die Karwoche oder in die Osteroktav fällt, wird das Fest am Montag nach dem Weißen Sonntag nachgeholt, sollte ein Sonntag in der Fastenzeit betroffen sein, verschiebt es sich auf Montag. Das Fest liegt 9 Monate von Weihanchten und heißt auch "Verkündigung des Herrn".

An diesem Tag feiert die Kirche, was im Lukasevangelium 1,26-38 berichtet wird: Der Engel Gabriel kommt zu Maria nach Nazaret und kündigt ihr die Geburt ihres Sohnes Jesus durch die Kraft des Heiligen Geistes ohne Mitwirkung eines Mannes an. Deshalb wird auch das Kind heilig und Sohn Gottes genannt werden (Lk 1,35). Diese Ankündigung ist zugleich als Moment der Empfängnis verstanden (daher Lk 1,39-43), nach dem biblischen Grundsatz: Wenn Gott spricht, geschieht, was er sagt (vgl. Schöpfungsgeschichte). Maria antwortet mit ihrem Ja.

Das Festdatum ist vom liturgischen Datum der Geburt Jesu, dem 25. Dezember, abgeleitet (neun Monate vorher). Trotz seiner Nähe zu Karfreitag und Ostern hat der Tag weihnachtlichen Charakter. Er betrachtet die wirkliche Menschwerdung des Gottessohnes.

Die zentrale Bedeutung dieses Heilsereignisses kommt auch im Gebet des Angelus zum Ausdruck, das die Verkündigung des Herrn zum Betrachtungsgegenstand hat:

 

Der Engel des Herrn brachte Maria die Botschaft, und sie empfing vom Heiligen Geist.

Maria sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn; mir geschehe nach deinem Wort.

Und das Wort ist Fleisch geworden und hat unter uns gewohnt.

Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir. Du bist gebenedeit unter den Frauen, und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.

Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.

 

Bitte für uns, heilige Gottesmutter, dass wir würdig werden der Verheißung Christi.

Lasset uns beten. - Allmächtiger Gott, gieße deine Gnade in unsere Herzen ein. Durch die Botschaft des Engels haben wir die Menschwerdung Christi, deines Sohnes, erkannt. Lass uns durch sein Leiden und Kreuz zur Herrlichkeit der Auferstehung gelangen. Darum bitten wir durch Christus, unsern Herrn. Amen.

 wird überprüft von der Initiative-S

  • Letzte Änderung: Montag 29 Mai 2017.